Drei Fragen an Prof. Dr.-Ing. Martin Doll, Geschäftsführer des Instituts für Verbrennungsmotoren und Fahrzeugantriebe, Hochschule München



Prof. Dr.-Ing. Martin Doll

 

 

Was war die besondere Herausforderung bei der Konstruktion des VR6-Motors der neuen HOREX?



Ganz klar die Kompaktheit des Motors. Die hervorragende Raumokönomie des VR-Prinzips bei der Zylinderanordnung verpflichtet uns quasi dazu, auch beim ganzen ‚Drumherum’ sehr genau und platzsparend zu konstruieren. Nur so konnten wir die geringen Abmessungen unseres Sechszylinders realisieren. Das gibt uns wiederum die Möglichkeit, das ganze Motorrad sehr kompakt zu bauen.


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Wie lange hat die Entwicklung gedauert?



Bis heute rund fünf Jahre. Angefangen haben wir mit Simulationen und Einzylinder-Versuchsmotoren. In dieser Phase haben wir zunächst die besten Rahmenparameter erarbeitet. Etwa für Faktoren wie den Zylinderwinkel oder die Schränkung – das ist der bei VR-Motoren entscheidende Versatz der Zylinderachsen gegenüber der Kurbelwelle. Sukzessive haben wir dann den Motor immer weiter komplettiert. Seit einem guten halben Jahr stehen alle Details weitgehend fest. Seitdem sind wir mit Feintuning wie etwa dem Motormanagement und der Vorbereitung der Prüfstandsläufe beschäftigt.


Was ist ihr persönliches Highlight bei diesem Projekt?



Das ist schwer zu sagen, weil der HOREX Motor so viele spannende technische Lösungen birgt. Besonders viel Detailarbeit steckt jedoch im Zylinderkopf: Hier mussten wir die 18 Radialventile und drei Nockenwellen perfekt um die fast senkrecht geführten Einlasskanäle arrangieren. Das war jedoch entscheidend, um ein Maximum an Leistung zu bekommen.