Drei Fragen an Prof. Dr.-Ing. Werner Bauer, Leiter Institut für Verbrennungsmotoren und Fahrzeugantriebe, Hochschule München



Der VR6-Motor der neuen HOREX wird oft mit den VR-Motoren von Volkswagen verglichen. Was sagen Sie dazu?



Das ist nur verständlich, denn viele technisch interessierte Auto- und Motorradfahrer hatten über die VR-Motoren von Volkswagen ja auch zum ersten Mal Kontakt mit diesem Motorenkonzept. Allerdings ist die Grundidee, also die Vorteile der Zylinderanordnungen von Reihen- und V-Motoren zu verbinden, streng genommen auch die einzige echte Gemeinsamkeit zwischen dem HOREX Motor und den verschiedenen VR- und den damit verwandten W-Motoren aus dem VW-Konzern. Fakt ist: Der HOREX Motor wurde von der ersten bis zur letzten Schraube neu konstruiert. Das mussten wir auch, denn das Layout eines VR-Motors für Autos unterscheidet sich zwangsläufig sehr von dem eines Motorrad-VR-Aggregats. Das beste Beispiel hierfür ist der Zylinderkopf. So konnten wir beim HOREX Motor die Ansaugkanäle quasi lehrbuchmäßig gerade nach oben in die Airbox führen. Beim Auto haben wir diese Möglichkeit nicht, denn hier setzt schon die Motorhaube eine klare Grenze nach oben.


Gibt es denn Kontakte zu VW in Sachen Konstruktion?



Ja, die gibt es. Basis hierfür ist eine Kooperationsvereinbarung mit der Volkswagen AG. So konnten wir uns vom HOREX Entwicklerteam schon am Anfang der Konstruktionsphase mit den VR-Spezialisten von VW austauschen. Deren Erfahrungen haben bei der Konstruktion des HOREX VR6 in zahlreichen Details weitergeholfen, wofür wir natürlich sehr dankbar sind. Im Austausch geben wir auch unsere Erfahrungen an VW weiter. Also neudeutsch eine echte ‚Win-win-Situation’.


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Prof. Dr.-Ing. Werner Bauer

 

 

Gibt es etwas, dass Ihnen persönlich bei dem Projekt besonders gut gefallen hat?



Was mich immer wieder aufs Neue begeistert ist die außergewöhnlich große Motivation und die hohe Professionalität, die alle Teilnehmer des Projektes an den Tag legen. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, dass die Zusammenarbeit im Team so gut läuft – das gilt für alle Beteiligten gleichermaßen: Neben den Mitgliedern des Kernteams sind hier genauso die spezialisierten Fachleute unserer Partner als auch die Studenten hier an der Hochschule zu nennen, von denen einige ihre Abschlussarbeiten im Rahmen des HOREX Projektes erstellen.