Die HOREX Historie



HOREX ist eine Motorradmarke aus Deutschland mit Tradition. Unter Motorrad-Klassikfreunden zählt sie noch heute zu den überaus beliebten und geschätzten Marken. Die Meilensteine zeugen von der ebenso glanz- wie wechselvollen HOREX Geschichte.


1920



Der erste Erfolg: Fritz Kleemann greift zum kleinen Fahrradhilfsmotor „Gnom“ mit 63 ccm und 1 PS Leistung der Columbus-Motorenbau AG (bis 1918: Flugmotorenwerke Oberursel), an der sein Vater Friedrich Kleemann Mehrheitseigner war, und montiert ihn in zugekaufte Fahrradrahmen.


1923



Ein sportlicher Direktor: Mit dem „Ho“ aus Bad Homburg und dem „Rex“ der väterlichen Konservenglasgesellschaft ist der Name HOREX Fahrzeugbau AG für den 24-jährigen Firmengründer Fritz Kleemann schnell gefunden. Ende 1923 präsentiert er die ersten Sportmodelle. Fritz Kleemann vertraut dabei dem von dem genialen Flugmotorenkonstrukteur Eduard Freise entworfenen 248 ccm Columbus-Motor und den Fahrwerken der Maschinenfabrik Stein. Siege bei zahlreichen Sportveranstaltungen verdeutlichen das Potenzial des ersten Modells. Schon wenig später fertigt HOREX auch die Motorrad-Rahmen selbst.


1925



Zusammenschluss: Es kommt zur Fusion von Columbus und HOREX – die Motorräder werden weiter unter dem Namen Horex gebaut. Bis 1938 entstehen zahlreiche Ein- und Zweizylinder-Modelle von 200 bis 800 ccm Hubraum. Besonders der 800 ccm große Zweizylindermotor von 1933 mit seiner ohc-Ventilsteuerung zeigt die technische Innovationskraft von HOREX.


1938



Zukunftsmotor: Chefkonstrukteur Hermann Reeb entwickelt die HOREX SB 35 mit dem 342 ccm großen Langhubmotor. Dieses Modell stellt die Grundlage für die später gebaute HOREX Regina dar.


1939-1945



Kriegsproduktion: HOREX wird zur Produktion von Kriegsgütern verpflichtet, die zivile Motorradproduktion ruht während dieser Zeit.


1948



Neuanfang: Nach der anfänglichen Fertigung von Diesel- und Stationärmotoren beginnt mit der SB 35 bei HOREX wieder der Motorradbau.


1949



Regina: Ein neues Fahrwerk, verbesserte Bremsen und die Abkehr vom Starrrahmen machen den Quantensprung von der SB 35 zur Regina deutlich. Ab Dezember startet die Produktion des neuen Einzylinders. Und das sehr erfolgreich: Insgesamt 18.600 HOREX Regina werden allein 1950 gebaut und in 60 Länder weltweit exportiert. Ab 1953 fertigt HOREX noch eine 250er Regina, die anfänglich für den Export bestimmt war. Eine 400er Regina rundet das Programm ab und empfahl sich besonders für den Seitenwagenbetrieb.


1955



Imperator: Bereits 1951 stellt HOREX den Prototypen der Zweizylinder-Maschine Imperator vor, damals noch mit 500 ccm. Die ab 1955 ausgelieferte Serienmaschine besitzt jedoch nur noch 400 ccm. Neben dem Zweizylinder entwickelt HOREX auch einen Nachfolger für die Regina, die HOREX Resident. Beide Modelle können aber nicht die sinkenden Stückzahlen am Motorradmarkt auffangen.


1956



Stillstand: HOREX beendet die Motorradfertigung und stellt nun Mopeds und Motorroller sowie Teile für den Daimler-Benz-Konzern her, der HOREX 1960 übernimmt.


1960-2009



Nach der Schließung: Die Namensrechte von HOREX gehen an Friedel Münch, der mit der HOREX 1400 TI ein Liebhabermotorrad fertigt. Über weitere Rechte-Inhaber gelangt Hörmann-Rawema an die Markenrechte und fertigt und rekonstruiert damit historische HOREX Motorräder.


2010



Der Schleier fällt: HOREX ersteht als Marke und Firma neu und baut unter neuer Führung ein modernes und spektakuläres VR6-Motorrad.